naturheilpraxis-heitz.ch https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/ Thu, 04 Jun 2026 08:38:53 +0000 de-DE hourly 1 Wechseljahre was ist das? https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/wechseljahre-was-ist-das/ https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/wechseljahre-was-ist-das/#comments Wed, 26 Apr 2023 23:19:00 +0000 https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/wechseljahre-was-ist-das/ Weiterlesen

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Wechseljahre? Sind da schon erste Anzeichen ? Die Jahre im Wechsel sind keine Krankheit und die möglichen Symptome zeigen sich auch nicht von heute auf morgen. Aber es gibt diesen ersten Moment, wo du dich selber fragst: "Ist es soweit?" Und spätestens bei diesem Gedanken kommt die erste Hitzewallung hoch, die mit den Wechseljahren natürlich gar nichts zu tun hat. In diesem Blogartikel kannst du mehr über die körperlichen und auch seelischen Veränderungen in diesem Lebensabschnitt erfahren. Facts, Tipps und ganz viele Ermutigungen – denn es ist eine wunderbare Zeitspanne in der Mitte des Lebens, wo wir Frauen uns nochmals ganz neu ausrichten dürfen.

Wechseljahre - was passiert mit den Hormonen?

Im medizinischen Sinn ist mit den Wechseljahren die Veränderung und der Rückgang der weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen gemeint. Die Zeit des Wechsels findet ungefähr im Alter zwischen 40 und 55 Jahren statt. Die Produktion der Eierstockhormone ist aber bereits ab dem 30. Lebensjahr rückläufig. Nicht nur die körperliche Hormonproduktion lässt nach – auch im mentalen Bereich ist diese Zeit des Wandels rund um die Lebensmitte ein intensiver Prozess. Die Frauen stehen mit beiden Beinen im Leben, sie können zurückschauen und von ihren Erfahrungen profitieren und Zukunftspläne schmieden, bei der sie die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit einfliessen lassen können. Die Frau weiss, wo sie steht und wohin sie will. Vor allem weiss sie, was sie nicht mehr will in ihrem Leben.

Wusstest Du, dass die Wechseljahre oder in der Fachsprache auch Klimakterium genannt erst seit der Erfindung der synthetischen Hormone als «Krankheit» gelten? Tatsächlich können die Schwankungen während der Hormonumstellung zu Beschwerden führen, aber grundsätzlich ist der Zeitabschnitt der Wechseljahre keine Krankheit sondern ein natürlicher Prozess des Älterwerdens. Und stell Dir vor; ein Drittel aller Frauen haben in diesem Lebensabschnitt gar keine Beschwerden. Ein Drittel hat zeitweise auftretende leichte Beschwerden und nur ein Drittel der Frauen leidet zeitweise unter Symptomen, wo eine naturheilkundliche oder auch  eine schulmedizinische Intervention nötig wird.Erste Anzeichen der Wechseljahre.

Die Wechseljahre werden im Volksmund auch 2. Pubertät genannt (wenn man schon bei der «Wackelzahnpubertät» zu zählen beginnt, wäre es bereits die 3. Pubertät – allerdings ist diese noch nicht durch die Hormone gesteuert). Nach dem Anstieg der Hormone und der geschlechtlichen Reife in den Jugendjahren bilden sich im Alter zwischen 40 und 55 Jahren die Sexualhormone wieder zurück. Wie schon in der Jugend verläuft auch diese Hormonumstellung nicht harmonisch und nicht linear. Dieses Auf und Ab kann Beschwerden verursachen. Zudem beginnt der Abbau von Progesteron früher als der von Östrogen und dieses Ungleichgewicht zwischen den beiden Hormonen kann ein früher Auslöser von Symptomen sein. Erste Zeichen der Prämenopause (1. Phase der Wechseljahre) können Probleme mit der Fruchtbarkeit bei Kinderwunsch über 35 sein. Typische Beschwerden ab dem 40. Lebensjahr können sich in Form von Zyklusschwankungen, veränderten Blutungen und / oder als Gemütsschwankungen zeigen.

Die vier Phasen der Wechseljahre

Die Wechseljahre lassen sich in verschiedene Stadien unterteilen. Dies hängt unter anderem mit dem unterschiedlichen Verlauf des Hormonspiegels von Progesteron und Östrogen zusammen.

Östrogen, Progesteron - was passiert mit den weiblichen Sexualhormonen in den Wechseljahren? Die Prämenopause setzt mit dem Abfall des Progesteronspiegels ein, es kommt zu einer Östrogendominanz. Erst wenn auch der Östrogenspiegel abfällt, setzt der Zyklus aus und die Menopause beginnt.

Östrogen, Progesteron - was passiert mit den weiblichen Sexualhormonen in den Wechseljahren? Die Prämenopause setzt mit dem Abfall des Progesteronspiegels ein, es kommt zu einer Östrogendominanz. Erst wenn auch der Östrogenspiegel abfällt, setzt der Zyklus aus und die Menopause beginnt.


Prämenopause

Mit sinkendem Progesteronspiegel können Unregelmässigkeiten im Zyklus auftreten. Es entsteht eine sogenannte Östrogendominanz und dieses Ungleichgewicht der beiden Sexualhormone können verschiedene Beschwerden hervorrufen:

  • Zyklusunregelmässigkeiten (längere oder kürzere Zyklen, Zwischenblutungen)
  • PMS-Symptome: Wassereinlagerungen, Brustspannen
  • Sehr starke Blutungen
  • Krämpfe während der Menstruation
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Gewichtszunahme
  • Verminderte Libido
  • Stimmungsschwankungen, schnell gereizt sein
  • Vermehrtes Frieren, vor allem an Händen und Füssen

Naturheilkundlich kann diese Phase gut mit Heilpflanzen begleitet werden, die den Progesteronhaushalt unterstützen. Die bekanntesten Vertreter sind Mönchspfeffer, Yamswurzel und Frauenmantel. Bei starken Blutungen hilft das Hirtentäschelkraut – im Akutfall kann es stündlich angewendet werden (z.B. Ceres Hirtentäschelkraut Urtinktur).


Gegen das dauernde Frieren hilft ein aufsteigendes Fussbad um den Körper zu erwärmen. Mit kalten Füssen kann man schlecht einschlafen. Deshalb am Abend die Füsse warm baden oder Wollsocken zum Schlafen anziehen.

Perimenopause

Hier beginnen die eigentlichen Wechseljahre. Der Östrogenhaushalt beginnt langsam zu sinken. Langsam? Ein linearer Rückgang wie das manchmal graphisch dargestellt wird, entspricht leider nicht der Realität. Der Östrogenspiegel kann stark schwanken und manchmal sieht das aus wie ein Strudel «hoch und runter». Die zwischenzeitlich stark absinkenden Spiegel nennt man Östrogentäler.  sie sind der Hauptgrund für typisch vegetativen Symptome ab der Perimenopause:

  • Hitzewallungen, Schweissausbrüche
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Depressive Verstimmung
  • Herzrasen
  • Trockene Haut und Schleimhäute (z.B. trockene Vaginalschleimhaut, trockene Augen etc.)
  • Haarausfall
  • Gewichtszunahme
  • Gelenkschmerzen
  • Verminderte Libido

Auch für die Symptome des Östrogenabfalls bietet die Natur einen Schatz an Pflanzen, die helfen, den Östrogenhaushalt zu regulieren und so die Begleitsymptome zu lindern. Es gehören dazu die Traubensilberkerze, Rotklee, Salbei, Granatapfel, Leinsamen, Hopfen. Pflanzen für Stimmungsschwankungen und Herzbeschwerden sind Johanniskraut, Weissdorn oder Herzgespann.

Wichtig, die Haut und die Schleimhäute werden durch den Östrogenabfall trockener – ab jetzt solltest Du auch zweimal täglich deine Vaginalschleimhaut mit einer entsprechenden Crème oder mit Vaginalzäpchen befeuchten und pflegen. Dafür helfen Extrakte aus Rhapontikrhabarber, Rotklee, Sanddorn, Granatapfelkernöl, Traubenkernöl oder auch Nachtkerzenöl. Die Haut und die Schleimhautpflege soll auch nach der Menopause als tägliches Pflegeritual beibehalten werden.

Menopause

Die Menopause startet mit dem Versiegen der letzten Blutung im Alter von etwa 50 bis 55 Jahren. Wie weiss ich jetzt, welches meine letzte Blutung ist? Leider gar nicht! Du kannst das erst ein Jahr später bestimmen – denn erst wenn die Menstruation ein Jahr lang ausbleibt, weiss man, dass vor 12 Monaten die Menopause eingesetzt hat. Es ist immer ein rückwirkender Befund. Die Hormonturbulenzen können dazu führen, dass die Blutung für ein paar Monate ausbleibt und dann doch wieder einsetzt. Meist kündet sich eine erneute Blutung mit PMS-Symptomen wie Brustspannen oder Kopfschmerzen an. Ab jetzt müssen abermals 12 Monate abgewartet werden, um die Menopause zu diagnostizieren.

Die Menstruation dient dem Körper auch als monatliche Entgiftung. Über die Blutung wird nicht nur die Gebärmutter von der aufgebauten und nicht verwendeten Schleimhaut gereinigt sondern mit dem Blut gehen auch Stoffwechselendprodukte und viel Hitze aus dem Körper raus. Ein Weg um das Ausbleiben der Regelblutung zu kompensieren, ist die Hitzewallung. Mit dem Schweiss wird ebenfalls Hitze ausgeleitet. Der Körper muss jetzt lernen, diese Regulation auf einem anderen Weg zu machen – bis es soweit ist, kann der Schweissausbruch ein mögliches Ventil sein.

Die Symptome während der Menopause sind gleich wie bei der Perimenopause – diese sind immer noch auf die Östrogenschwankungen und den Rückgang dieses Hormons zurück zu führen. Tipps für pflanzliche Mittel findest du unter «Wechseljahre natürlich behandeln».

Und wichtig – erst wenn die Menopause nach einjähriger Absenz der Periode bestimmt werden kann, kannst du auch das Thema Verhütung abschliessen. Ab jetzt kannst du definitiv nicht mehr schwanger werden.

Postmenopause

Zwölf Monate nach der letzten Blutung (Menopause) beginnt die Postmenopause. Die Symptome in dieser Phase sind gleich wie in der Perimenopause, denn es ist weiterhin der sinkende Östrogenspiegel, der für die möglichen Beschwerden verantwortlich ist: Hitzewallungen mit Schweissausbrüchen, Herzrasen, trockene Schleimhäute, Schlafstörungen und Gemütsverstimmungen können als Symptome auftreten. Welche Pflanzen dich dabei unterstützen können, erfährst du im Artikel «Wechseljahre natürlich behandeln».

Das Ende der Menstruation ist oft auch mit einem Funken von Wehmut verbunden. Gehöre ich nun zum alten Eisen? Betrachten wir es doch von der schönen Seite und nennen es «Frau mit Lebenserfahrung und neuer Freiheit». Die Zeit der Familienplanung ist nun endgültig vorbei und die Familienverpflichtungen werden mit den bald erwachsenen Kindern auch immer weniger. Jetzt ist es an der Zeit, an sich selbst zu denken und die eigenen Bedürfnisse wieder vermehrt in den Mittelpunkt zu stellen.

Was sind die Herausforderungen der Wechseljahre?

Die Lebensmitte ist eine Zeit des Wandels. Nicht nur die Hormonspiegel sind starken Veränderungen ausgesetzt – allgemein ist die Lebensmitte in der Biographie des Menschen ein wichtiger Zeitpunkt um inne zu halten. Zurückschauen auf die Erfahrungen der ersten Lebenshälfte, welche eine wertvolle Grundlage bilden, um die Zukunft zu gestalten. Dinge, die im Leben anstehen sollten jetzt gelöst und nicht in die Zukunft verschoben werden. Traumatische Erlebnisse aus der Kindheit und dem jungen Erwachsenenleben, welche noch einen Einfluss auf das heutige Leben haben, sollen mithilfe einer geeigneten Therapie angegangen werden.

Manchmal gerät unser Lebensrhythmus so richtig durcheinander. Die Ein- und Durchschlafstörungen (auch durch Schwitzen und Herzrasen bedingt) zerren auf die Dauer an den Energiereserven. Es ist jetzt an der Zeit, dass wir im Leben einen Gang zurückschalten. Ab 50 darf man sich ein paar Pausen mehr eingestehen, denn auch unsere Vitalität passt sich dem natürlichen Alterungsprozess an. Umso wichtiger ist es jetzt, die körperliche und geistige Gesundheit regelmässig zu trainieren und die Lebensweise bewusst gesund zu gestalten. Achte besonders auf die Ernährung, Bewegung und das soziales Umfeld, denn auch der körperliche Entgiftungsprozess läuft zunehmend gemächlicher ab.

Welche neuen Welten eröffnen sich den Frauen durch die Wechseljahre? 

Hast Du gewusst, dass Östrogen das Fürsorglichkeitshormon ist? Wir Frauen übernehmen im Leben viel Verantwortung für andere, allen voran in der eigenen Familie (Kinder, Eltern) aber auch im Beruf ist es uns wichtig, dass im Team Harmonie herrscht und sich alle wohl fühlen. Diese Gabe ist nicht nur durch den weiblichen Instinkt geprägt sondern kann durch die weiblichen Hormone beeinflusst werden. Was passiert mit der Frau, wenn nun genau dieses Östrogen langsam versiegt? Genau - das führt zu dem Moment, wo sich die Familie beklagt, dass die Ehefrau und Mutter plötzlich so zickig wird und so egoistisch! 

Das ist die Sicht der anderen - für die Frau selbst ist das zuerst ein ungewohntes Gefühl aber wenn sie sich damit angefreundet hat, ist es einfach wunderbar. Endlich kommt die Zeit, wo sie sich wieder auf sich selbst zurückbesinnt, ihre Fürsorge auch mal sich selbst zukommen lässt. Sich Gedanken zur eigenen Zukunft macht: Was will ich noch anpacken? Was möchte ich ändern? Und was will ich nicht mehr? Meist beginnt noch mal ein ganz neuer Lebensabschnitt begleitet von einer starken inneren und sehr kreativen Kraft.

Bin ich nach den Wechseljahren eine andere Frau?

Nach den Wechseljahren bist du immer noch du, einfach anders. Die verschiedenen Bezeichnungen wie Wechseljahre, Jahre im Wandel, oder Abänderung beziehen sich ja nicht nur auf den Hormonspiegel sondern wie oben beschrieben, darf auch eine energievolle Verwandlung auf der seelisch-geistigen Ebene vollzogen werden. Hast du gewusst, dass in Kulturkreisen, wo die ältere Frau als Weise gilt und ihr Rat einen wichtigen Stellenwert in der Gesellschaft hat, die Wechseljahre von den Frauen ganz anders erlebt werden? Mit weniger Symptomen und vor allem mit weniger Ängsten? Sie blicken in eine Zukunft, wo sie von der Gesellschaft geehrt und wertgeschätzt werden und nicht, wie in westlichen Kulturen geprägt, als ältere Person abgestempelt und vergessen wird.

Braucht es Hormone während den Wechseljahren?

Ja, tatsächlich kann es bei einzelnen Frauen zu so starken Beschwerden in den Wechseljahren kommen, dass zwischenzeitlich eine Hormoneinnahme eine mögliche Lösung sein kann. Wichtig ist dabei, dass die Hormonpräparate so kurz wie nötig eingenommen werden. Idealerweise werden Hormongaben zusätzlich mit naturheilkundlichen Mitteln unterstützt und auch nach dem Absetzen der Hormone können die natürlichen Mittel als Begleiter für die Beschwerden beibehalten werden. Heute gibt es nebst den synthetischen Hormonen auch sogenannt bioidentische Hormone, welche meist aus Pflanzenbestandteilen pharmakologisch verändert werden und eine gleiche Struktur wie die körpereigenen Hormone aufweisen. Die docken an den entsprechenden Rezeptoren der Körperzellen an. Die bioidentischen haben die gleichen Wirkungen und Nebenwirkungen wie die synthetischen Hormone. Es gibt aber Hinweise, dass sie bezüglich langfristiger Nebenwirkungen weniger Risiko aufweisen und deshalb den synthetischen Hormonen vorzuziehen sind.

Es gab Zeiten, da hat fast jede Frau in den Wechseljahren Hormone bekommen. Was bewirkt diese Zufuhr von Hormonen im Körper? Die Wechseljahre werden nach hinten verschoben. Denn wenn nach fünf oder zehn Jahren die Hormone abgesetzt werden, muss der Körper diesen Prozess des Wandels trotzdem vollziehen. Mit dem Nachteil, dass in diesem Alter die nötige Kraft fehlt, diese Veränderung adäquat zu durchlaufen – denn die Natur hat es nicht umsonst so eingerichtet, dass die Wechseljahre in der Lebensmitte durchlebt werden sollen. Der nach hinten verschobene Wechsel läuft jetzt nicht mehr mit Hitzewallungen und anderen hitzigen Symptomen ab, weil die Kraft dazu nicht mehr vorhanden ist. Aus ganzheitlicher Sicht muss man sich fragen, welche Auswirkungen hat dies auf die folgenden Jahrzehnte? Und hat es einen Einfluss auf zukünftige Gesundheits- und Krankheitsprozesse?

Ach übrigens, hast du gewusst, dass die Hormonersatztherapie für die Wechseljahre von Männern entwickelt wurde (vor ca. 80 Jahren)? Ja klar, in dieser Zeit waren in der Forschung und in der Medizin die Männer auch viel stärker vertreten als die Frauen. Aber erinnern wir uns an den Abschnitt «welche Welten eröffnen sich den Frauen nach den Wechseljahren» - das Östrogen ist auch das Hormon der Fürsorge. Nicht allen Männern gefällt es, wenn die Frauen einen Teil ihrer fürsorglichen Charakterzüge ablegen…

Kommen auch Männer in die Wechseljahre?

Auch bei den Männern baut sich ab vierzig das Sexualhormon Testosteron langsam ab. Der Mann hat kein zyklisches Leben im Sinne des Menstruationszyklus gelebt und kennt die monatlichen Hormonschwankungen bei sich selbst nicht. Auch der altersbedingte Rückgang von Testosteron verläuft meist langsam und linear und unterliegt nicht den starken Schwankungen wie wir diese beim weiblichen Zyklus kennen. Deshalb sind auch keine heftigen Symptome erkennbar. Aber auch Männer können im Zuge des Alterungsprozesses von Symptomen wie Libidoverlust und Errektionsstörungen betroffen sein. Und wenn bei der Frau mit Abfall des Östrogenspiegels die familiäre Fürsorge eher abnimmt, so kann beim Mann durch den Rückgang des Testosterons eine gewisse «Altersmilde» erkennbar werden.

Wechseljahre – das Wichtigste in Kürze

Die Wechseljahre sind keine Krankheit sondern gehören zum normalen Prozess des Älterwerdens. Mit dem letzten Monatszyklus der Frau beginnt die Menopause. In den Jahren davor bildet sich zuerst das Hormon Progesteron und dann auch das Östrogen kontinuierlich zurück. Sie sind die zwei wichtigsten Sexualhormone, welche für den weiblichen Monatszyklus verantwortlich sind. Der Prozess der sinkenden Hormonspiegel wird Wechseljahre genannt und kann in die Phasen Prämenopause (Abfall des Progesteronspiegels), Perimenopause (Rückgang von Östrogen), Menopause (1. Jahr nach der letzten Blutung) und Postmenopause (beginnt 12 Monate nach der letzten Blutung) unterteilt werden. Bei einem Drittel der Frauen verläuft der Wechsel ohne Symptome. Ein Drittel der Frauen hat zeitweise leichte Beschwerden und bei einem Drittel der Frauen können die Beschwerden stärker auftreten, so dass eine naturheilkundliche oder medikamentöse Unterstützung angezeigt ist. Die Symptome können vielfältig sein: Veränderte Blutungen, Zyklusschwankungen, Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, Schlafstörungen sind die bekanntesten und häufigsten Beschwerden. In der Naturheilkunde finden wir ein breites Potpourri an pflanzlichen und homöopathischen Mitteln, welche die Symptome lindern und den Selbstheilungsprozess unterstützen können. Ein Einblick dazu bietet dir der Artikel «Wechseljahre natürlich behandeln».

Leidest auch du unter Zyklus- oder Wechseljahrbeschwerden? Ich berate dich gerne in meiner Praxis. Gemeinsam erstellen wir ein auf dich zugeschnittenes Therapiekonzept. Hier kannst Du online einen Termin buchen oder mit mir Kontakt aufnehmen.

Zum Schluss noch mein persönlicher Buchtipp an dich: Heide Fischer; schreibt ihn ihrem «Mein Kompass durch die Wechseljahre» wieso Gefühls- und Hormonchaos oder Hitzewallungen ganz natürlich zu diesem Lebensabschnitt gehören und welche naturheilkundlichen Massnahmen und Mittel diesen Umbruch zu einer besseren Phase machen.

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Lange Zeit galten die Hormonpräparate als Standardtherapie bei Wechseljahrbeschwerden. Je länger je mehr werden diese aber wegen möglichen Nebenwirkungen nicht mehr toleriert und die selbst bestimmte und informierte Frau ist auf der Suche nach einer alternativen Behandlungsmöglichkeit von Wechseljahrbeschwerden. In der Naturheilkunde kennen wir viele Mittel, die bei unterschiedlichen Symptomen Hilfe leisten können.

In diesem Artikel erfährst du, mit welchen natürlichen Mitteln du die Symptome der Wechseljahre lindern kannst.

Prämenopause: Progesteronmangel unterstützen

Die ersten spürbaren Veränderungen der Wechseljahre sind eine Folge vom Rückgang des Progesteronspiegels. Das Hormon Progesteron wird vor allem in der 2. Zyklushälfte und in der Schwangerschaft gebildet. Wenn das Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron nicht mehr stimmt, kommt es zu den ersten Wechseljahrbeschwerden anfangs vierzig. Symptome wie Zyklusschwankungen, verstärkte Blutungen, Brustspannen, Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen oder kalte Hände und Füsse sind typisch für diese Zeit.

Mit diesen Pflanzen kannst du den Progesteronspiegel unterstützen:

  • Mönchspfeffer (Vitex agnus castus): Der Mönchspfeffer wird vor allem in der 2. Zyklushälfte angewendet, wo es den Progesteronspiegel günstig beeinflusst. Der Mönchspfeffer hilft bei Zyklusstörungen und allen Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem prämenstruellem Syndrom auftreten. Mönchspfeffer profitiert von den Synergien mit anderen Pflanzen und wird am besten in einer Kombination mit weiteren Frauenpflanzen als Tee oder Tinktur angewendet.
  • Frauenmantel (Alchemilla vulgaris): Wie es der Name schon sagt, kann der Frauenmantel fast alle Frauenleiden günstig beeinflussen. Ob bei Menstruationskrämpfen, Zyklusunregelmässigkeiten oder bei Stimmungstief – der Frauenmantel gehört in jede Mischung für die Frau sei es als Tee, Tinktur oder in spagyrischer Form.
  • Schafgarbe (Achillea millefolium): Die Schafgarbe unterstützt den Darm und die Leber und hat so einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel. In der Frauenheilkunde wird sie gerne eingesetzt bei Menstruationskrämpfen, übermässigen Blutungen und allgemein zum Ausgleich der Hormone  verwenden. In Form von Tee, Tinktur oder Spagyrik kann sie einzeln oder in Mischungen eingesetzt werden. Die Schafgarbe hilft auch äusserlich angewendet als Leberwickel zur Unterstützung der körperlichen Entgiftung.
  • Yamswurzel (Dioscorea villosa): Die Yamswurzel hat eine progesterone Wirkung und wird währen den Wechseljahren vor allem in Form von Salben oder Crème verwendet. Ihre Wirkstoffe werden gut über die Haut aufgenommen. Die Yamswurzel wird hauptsächlich in der 2. Zyklushälfte bei PMS-Beschwerden wie Brustspannen, lange und starke Blutungen und Stimmungsschwankungen eingesetzt. Die Crème kann an folgenden Stellen aufgetragen werden: Innenseite der Oberschenkel, Ellenbogenbeuge oder auf der Innenseite der Brust.

Perimenopause: Östrogenspiegel nimmt ab

In der 2. Phase der Wechseljahre beginnt der Östrogenspiegel ebenfalls zu sinken. Dies geschieht nicht linear sondern kann sehr schwankend von statten gehen; siehe dazu den Artikel «Wechseljahre was ist das». Durch das Auf und Ab des Hormons entstehen sogenannte Hormontäler, die bei Frauen zu den typischen Symptomen wie Hitzewallungen, Herzrasen, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen oder trockenen Schleimhäuten führen kann.

Mit diesen pflanzlichen Naturheilmitteln kannst du die Folgen einen Östrogenmangels ausgleichen:

  • Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa): die Inhaltstoffe der Traubensilberkerze wirken östrogenartig und können so bei den oben beschriebenen Beschwerden der Perimenopause eingesetzt werden (z.B. bei Hitzewallungen, Gelenkschmerzen, Nervosität). Cimicifuga kann als Tinkur, Sagyrik oder als Tee eingenommen werden. Es sind auch einige Ferigpräparate in Form von Tabletten in der Drogerie oder Apotheke erhältlich.
  • Rotklee (Trifolium pratense): Ist bei uns auf fast jeder Wiese anzutreffen. Auch der Rotklee wirkt östrogenartig, steigert das Wohlbefinden und beugt den Knochenabbau vor. Rotklee wirkt innerlich und äusserlich verjüngend und wird auch bei trockenen Vaginalschleimhäuten als Crème eingesetzt. Man kann Rotklee in Form von Tropfen, Tee, Tabletten und äusserlich in Vaginalzäpfchen oder als Vaginalcrème anwenden.
  • Granatapfel (Punica granatum): Vom Granatapfel werden die Früchte verwendet. Die Granatapfelsamen wirken östrogenartig und bewahren die Jugendlichkeit. Granatapfel sollte über die Nahrung eingenommen werden in Form der frischen Früchte, des Saftes oder des Granatapfelsamenöls. Es gibt auch Nahrungsergänzungsmittel mit Granatapfel. Äusserlich eignet sich das Granatapfelsamenöl sehr gut bei trockenen Vaginalschleimhäuten oder in Produkten für die straffende Pflege der Haut.
  • Hopfen (Humulus lupulus): Hopfen hat eine östrogenartige und eine beruhigende Wirkung. Seine Bitterstoffe helfen der Verdauung und erwärmen Leber, Milz und Nerven. Während den Wechseljahren wird er vor allem bei nervösen Beschwerden und bei Schlafstörungen eingesetzt. Hopfen wird in Form von Tinktur, Spagyrik oder in Teemischungen eingenommen. Er ist auch in Fertigarzneien in Form von Tabletten oder Kapseln erhältlich.
  • Leinsamen (Linum usitatissmum): Der Leinsamen enthält Lignane, die gehören zu den sogenannten Phytoöstrogenen und können den Symptomen eines Östrogenmangels entgegen wirken. Das Leinsamenöl ist ein sehr hochwertiges Öl, welches reich an Alpha-Linolensäure (Omega-3) ist und einen positiven Effekt auf erhöhte Blutfettwerte wie z.B. Cholesterin haben kann. Der Leinsamen enthält sowohl Schleim- als auch Ballaststoffe und unterstützt unseren Darm sowohl bei Verstopfung (genügend trinken!) als auch bei trockenen Schleimhäuten. Die Leinsamen können in den täglichen Speiseplan integriert werden zB. In Form der Budwig-Crème oder in Müesli. Das Leinsamenöl eignet sich gut für Salatsaucen. Dieses Öl ist hitzeempfindlich und nicht zum Braten geeinet.
  • Salbei (Salvia officinalis): In den Wechseljahren wird vom Salbei die östrogenregulierende und schweisshemmende Wirkung genutzt. Bei Schweissausbrüchen tagsüber oder in der Nacht ist er ein zuverlässiger Helfer in Form von Tropfen, Tee oder Tabletten.
  • Rhapontikrhabarber (Rheum rhapontium): Die Rhapontikrhabarberwurzel hat eine östrogene Wirkung und wird sowohl innerlich als Extrakt oder Tablette als auch in befeuchtenden Vaginalcrème oder Vaginalzäpfchen eingesetzt.
  • Soja (Glycine hipsida): Soja wirkt östrogenartig, verjüngend, konzentrationsfördernd, feuchtigkeitsspendend und kann Blutfette und Cholesterin senken. Der Soja kann zur Linderung von leichten Wechseljahrbeschwerden eingenommen werden. Am besten baust du Soja in den Speiseplan ein in Form von Sojabohnen, -milch, -sauce als Tofu oder Miso. Achte darauf, Soja in gentechfreier Bio-Qualität einzukauen. Soja ist nicht geeignet für Personen mit einer Sojaallergie

Starke Blutungen

Starke Blutungen kommen in den Wechseljahren häufig vor. Sie können ungewöhnlich lange andauern, besonders stark oder sehr unregelmässig sein. Keine Angst - das ist in dieser Phase nicht ungewöhnlich. Es trifft meist aufgrund eines Progesteronmangels und gleichzeitiger Östrogendominanz auf.

Gegen starke Blutungen hilft Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris). Gut geeignet und individuell dosierbar ist die Urtinktur von Ceres. Im Akutfall können stündlich 5 Tropfen eingenommen werden, bis die Blutung schwächer wird. Danach wieder 3-5x täglich 5 Tropfen während der Menstruationsblutung.

Blutbildung unterstützen

Bei sehr starken Menstruationsblutungen kann es zu tiefen Eisenwerten im Blut kommen, was vor allem Müdigkeit und Konzentrationsstörungen zur Folge hat. Auch hier gibt es gute pflanzliche und naturheilkundliche Mittel zur Unterstützung:

  • Brennessel (Urtica dioica): Fördert die Aufnahme von Eisen. Am besten als Pflanzenfrischsaft einnehmen.
  • Curryblatt (Murraya koenigii): Hilft ebenfalls, Eisen aus der Nahrung besser zu resorbieren.
  • Randensaft: Enthält natürliches Eisen und förderst so die Blutbildung
  • Wala Meteoreisen: enthält Eisenverbindungen in homöopathischer Form und unterstützt so den Eisenstoffwechsel
  • Weleda Anaemodoron: Mit Brennessel und Waldbeere, fördert den Eisenstoffwechsel regt die Eisenverwertung im Körper an.
  • Präparate mit Eisen in natürlicher Verbindung: z.B. Nutrexin Eisen aktiv, Floradix
  • Vitamin C: Unterstützt die Blutbildung indem es die Eisenaufnahme fördert

Für die Resorption von Eisen sind auch Bittermittel sehr wichtig. Sie tonisieren den Magen und fördern die Eisenaufnahme im Darm, z.B. Schafgarbe, Beifuss, Tausendgüldenkraut oder Ingwerwurzel.

Hitzewallungen und Schweissausbrüche zügeln

  • Pflanzen: Salbei, Traubensilberkerze, Rotklee (siehe östrogene Pflanzen)
  • Homöopathie: Sanguinaria
  • Leberunterstützend - Hitze ab- und ausleiten: Schafgarbe, Löwenzahn, Mariendistel, Tausendgüldenkraut
  • Wasseranwendungen: kalte Unterarmspülung, kaltes Fussbad vor dem Schlafen gehen, kalte oder basische Socken für die Nacht

Ein- und Durchschlafstörungen

Vegetative Symptome treten häufig als Beschwerden während den Wechseljahren auf. Auch dafür gibt es pflanzliche Helfer:

  • Hopfen, Hafer, Schlafbeere (Ashwangandha), Baldrian, Melisse, Lavendel in Form von Tropfen, Tee oder als Fertigarznei in Tablettenform

Stimmungsschwankungen

Neben den Schlafstörungen sind auch Verstimmung und Nervosität vegetative Symptome. Hier hilft:

  • Johanniskraut, Rosenwurz, Melisse, Passionsblume, Hopfen als Tropfenmischung, Tee oder in Form von Tabletten

Herzrasen, Herzstolpern

Funktionelle Herzbeschwerden können vor allem zu Beginn Angst bereiten. Bei Unsicherheit ist ein Gang zum Arzt empfohlen. Aus der natürlichen Hausapotheke gibt es folgende Pflanzen:

  • Weissdorn, Herzgespann, Wolfstrapp, Melisse als Tinktur oder Tee

Konzentrationsbeschwerden

Wenn einem plötzlich die Namen entfallen oder die Worte fehlen:

  • Ginkgo, Rosmarin, Taigawurzel, Rosenwurz als Tinktur, Tee oder in Tablettenform

Gelenkbeschwerden

Gelenkbeschwerden sind ebenfalls ein häufiges Phänomen, das während den Wechseljahren auftritt und durch die Hormonschwankungen verursacht werden kann. Diese Pflanzen können in dem Fall helfen:

  • Schachtelhalm, Esche, Mädesüss, Weidenrinde, Brennessel, Löwenzahn als Tinktur oder Tee

Gewichtszunahme

Der Energiebedarf nimmt mit steigendem Alter ab. In den Wechseljahren soll die Ernährung an den verminderten Bedarf an kcal angepasst werden. Bewegung kann den Energieverbrauch zusätzlich steigern.

  • Die Ausscheidungsorgane Leber und Niere bei der Entgiftung unterstützen: Löwenzahn, Brennessel, Birke, Schafgarbe
  • Stoffwechselschwäche: Blasentang (in Form von Fucus vesiculosus D2)
  • Die stoffwechselaktiven Darmbakterien unterstützen: Omni-Biotic metabolic

Trockene Schleimhäute

Vaginalcrème, Vaginalgel oder Vaginalzäpfchen können die Vaginalschleimhaut pflegen. Folgende Pflanzenwirkstoffe unterstützen die Wirkung:

  • Rotklee, Rhapontikrhabarber, Sanddorn, Granatapfelkernöl, Traubenkernöl, Nachtkerzenöl, Rosenöl
  • Ein Geheimtipp ist der Yoni Bliss Kräuterbalsam mit einem Potpourri an gesunden Frauenheilkräutern (z.B. Nachtkerze, Frauenmantel, Rose, Majoran etc.) der täglich bis zu zweimal zur Pflege der Vaginalschleimhaut aufgetragen wird.

Nicht nur die Vaginalschleimhäute werden trockener, sondern auch die Haut und die Augen. Dies soll beim täglichen Pflegeritual beachtet werden.

Libidoverlust

Pflanzen, welche die Durchblutung im Schoss anregen und die Lust steigern können:

  • Damiana, Rosmarin, Kudzu, indischer Basilikum (Tulsi), Yohimbe, Ginseng
  • Aromatherapie oder Badezusatz: Muskateller Salbei äth. Öl in die Duftlampe geben oder ein paar Tropfen dem Badewasser für ein sinnliches Bad beimischen.

Starke Knochen

  • Bewegung (Ausdauer, Kraft, Gleichgewicht) – Ernährung – Säure-Basen-Haushalt: Details siehe im Blogartikel «Die 3 Säulen für gesunde und stabile Knochen im Alter»
  • Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente: Vitamin D, Vitamin K2, Calcium, Magnesium, Mangan, Zink
  • Schüssler Salze: Nr. 1 Calcium fluoratum, Nr. 2 Calcium phosphoricum, Nr.11 Silicea
  • Weitere bewährte Naturheilmittel: Weleda Aufbaukalk, Flügge Kieselerde, Schachtelhalmtee

Wechseljahre natürlich behandeln – das Wichtigste in Kürze

Es ist überwältigend, mit wie vielen Pflanzen die Natur der Frau in den Wechseljahren zur Seite steht. Die Beschwerden sind unterschiedlich und verändern sich im Laufe dieses Lebensabschnittes. In der Anfangsphase sind Progesteron unterstützende Pflanzen die richtige Wahl. Wenn dann ab der Perimenopause auch ein Östrogenmangel entsteht, so gibt es viele östrogene Pflanzen, die während den sog. Östrogentälern Abhilfe schaffen können. Am besten lässt Du Dich von einer Naturheilpraktikerin begleiten oder lässt dich in der Drogerie oder Apotheke deines Vertrauens beraten. Denk daran, die Symptome verschwinden nicht über Nacht. Deshalb sei geduldig mit dir und deinem Körper. Nach vier bis acht Wochen sollte eine spürbare Verbesserung erkennbar sein.

Wichtig! Die typischen Symptome wie z.B. Hitzewallungen, Herzrasen etc. verabschieden sich mit dem Ende der Wechseljahre wieder. Was wir bis an unser Lebensende pflegen und unterstützen müssen sind die trockenen (Vaginal-)Schleimhäute und die gesunden Knochen!

Leidest auch du unter Zyklus- oder Wechseljahrbeschwerden? Ich berate dich gerne in meiner Praxis. Gemeinsam erstellen wir ein auf dich zugeschnittenes Therapiekonzept und eine geeignete Rezeptur an naturheilkundlichen Mitteln. Hier kannst Du online einen Termin buchen oder mit mir telefonisch Kontakt aufnehmen.

Zum Schluss mein persönlicher Buchtipp für dich: Margret Madejsky, «Lexikon der Frauenkräuter», hier werden die wichtigsten Pflanzen der Frauenheilkunde umfassend erklärt.

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Mit 3 Säulen Osteoporose in den Wechseljahren natürlich vorbeugen https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/osteoporose-in-den-wechseljahren-natuerlich-vorbeugen/ https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/osteoporose-in-den-wechseljahren-natuerlich-vorbeugen/#comments Wed, 26 Apr 2023 21:36:00 +0000 https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/osteoporose-in-den-wechseljahren-natuerlich-vorbeugen/ Weiterlesen

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Mit dem natürlichen Alterungsprozess wird das Gleichgewicht von knochenabbauenden und knochenaufbauenden Zellen in Richtung Abbauen verschoben. Spätestens jetzt sollte man den Knochenaufbau unterstützen, um den Beginn einer Osteoporose Erkrankung vorzubeugen.

Frauen in den Wechseljahren wird zur Vorbeugung von Osteoporose gerne eine Hormontherapie verschrieben. So einfach ist das aber nicht. Zwar ist erwiesen, dass unter der Einnahme der Hormone die Knochendichte zunimmt, aber es konnte nicht nachgewiesen werden, dass die Hormongruppe im Alter weniger Knochenbrüche erlitten hat als die Kontrollgruppe ohne Hormonpräparate. Dazu muss man wissen, dass nicht nur die Knochendichte sondern der gesamte Aufbau der Knoches verantwortlich ist, dass die Knochen im Alter ganz bleiben. Ein wichtiger Bestandteil dabei sind die stützenden Knochenbälkchen (Trabekel). An Stellen, wo der Knochen einer hohen Belastung ausgesetzt ist, sind die Knochenbälkchen stark vernetzt. Wie können diese Knochenbälkchen im Alter unterstützt werden? Hauptsächlich durch Bewegung! Spätestens jetzt muss jeder selbst aktiv werden. Nur eine Tablette einnehmen reicht nicht mehr aus.

In diesem Blogartikel werde ich dir die 3 Säulen vorstellen, mit denen du Osteoporose während und nach den Wechseljahren vorbeugen kannst. Diese Tipps solltest du in deinen Alltag integrieren. Sie können dir helfen, deine Knochen stark und gesund zu erhalten.

Die 3 Säulen für gesunde und stabile Knochen im Alter

1. Bewegung – und zwar richtig

Die berühmten 10'000 Schritte pro Tag sind schon mal ein guter Richtwert. Die Bewegung soll in den täglich Ablauf integriert werden. Und nur Spazieren reicht leider nicht, die körperliche Aktivität im Verlaufe einer Woche sollte folgende Elemente enthalten:

Ausdauer (Walking, Jogging, Radfahren, Schwimmen)

Beweglichkeit (Yoga, Pilates)

Kraft (Krafttraining, Pilates, Aquafit)

Gleichgewicht (Gleichgewichtsübungen, Balancebrett, Yoga)

Koordination (Tanzen, Radfahren, Seilspringen)

2. Vollwertige Ernährung

Bei der täglichen Ernährung ist es wichtig, dass basische Lebensmittel wie z.B. Gemüse, Früchte, Nüsse (Mandeln, Baumnüsse, Sonnenblumenkerne, Haselnüsse), Kartoffeln etc. etwa 80% der täglichen Nahrungsmittel ausmachen. Ist das bei deinem Menuplan bereits so vorgesehen? Die restlichen 20% auf dem Teller dürfen dann aus Säurebildnern wie Fleisch, Fisch, Pasta etc. bestehen.

Eine mineralstoffreiche Ernährung ist ebenfalls wichtig um den Körper die nötigen Bausteine für den Knochenbau zuzuführen. Gute Calciumquellen sind grünes Gemüse und Nüsse. Die Kuhmilch sollte nur noch in geringen Massen genossen werden, da sie als Ganzes im Körper säurebildend verstoffwechselt wird. Calcium in Form von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln sollte nicht zu hoch dosiert werden, weil sonst die Möglichkeit besteht, dass sich das Calcium auch in den Gefässen ablagert und so eine Arteriosklerose begünstigen kann. Sinnvoll hingegen ist vor allem in den dunkleren Jahreszeiten die Gabe von Vitamin D. Hier bewährt sich im Alter eine Dosierung von 800 UI pro Tag.

3. Ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt 

Eine Übersäuerung im Körper durch zu viele säurebildende Nahrungsmittel oder durch Stress kompensiert der Körper mit dem Abbau von Mineralstoffen aus dem Knochen. Deshalb ist die Zusammensetzung der Ernährung so wichtig. Ein Basenpulver zur Nahrungsergänzung kann durchaus sinnvoll sein. Dabei ist auf eine vielseitige Mineralstoffmischung zu achten (Calcium, Magnesium, Kalium, etc.) und diese sollten vorwiegend an organische Salze wie z.B. Citrat gebunden sein.

Eine gute Möglichkeit bietet auch die Haut als Ausleitungsorgan; ein Basenbad kann dem Körper helfen, über die Haut zu Entgiften. Wer keine Badewanne zu Hause hat, macht sich ein Basenfussbad. Wichtig ist, dass man sich für das Bad oder Fussbad etwa eine halbe Stunde Zeit nimmt, denn das Ausleiten über die Haut braucht entsprechend Zeit.

Osteoporose vorbeugen – das Wichtigste in Kürze

Für gesunde und stabile Knochen ist jeder selbst verantwortlich. Da reicht es leider nicht, eine Tablette Calcium oder ein Arzneimittel gegen Osteoporose zu schlucken. Die persönliche Lebensführung zur Vorbeugung von Osteoporose während und nach den Wechseljahren beinhaltet im Wesentlichen 3 Punkte:

Bewegung in Form von Ausdauer, Beweglichkeits- und Krafttraining, Gleichgewichts- und Koordinationsübungen)

Gesunde Ernährung (Vollwertig, Mineralstoffreich, fleischarm, viel Gemüse und Früchte)

Ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt (basenreiche Ernährung, Basenpulver, Basenbad zur Ausleitung von Stoffwechselendprodukten)

Hast du Fragen, wie deine Knochen im Alter stabil bleiben? Möchtest Du wissen, welche natürlichen Mittel bei Wechseljahrbeschwerden helfen? Ich berate dich gerne in meiner Praxis. Gemeinsam erstellen wir ein auf dich zugeschnittenes Therapiekonzept. Hier kannst Du online einen Termin buchen oder mit mir telefonisch Kontakt aufnehmen.

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Ist Fieber gefährlich? https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/ist-fieber-gefaehrlich/ https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/ist-fieber-gefaehrlich/#comments Fri, 10 Feb 2023 09:28:00 +0000 https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/ist-fieber-gefaehrlich/ Weiterlesen

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Wann hattest du das letzte Mal Fieber? Und wie bist Du damit umgegangen? Bist Du eher der Typ der sich ins Bett legt und schläft oder greifst du zur Tablette in der Hoffnung, doch noch alles abzuarbeiten, was du dir vorgenommen hast?

Für manch einen ist Fieber ein Schreckensgespenst – wenn du diesen Beitrag zu Ende gelesen hast, gehörst du hoffentlich nicht mehr dazu. Denn Fieber ist eine unserer stärksten Waffen des Abwehrsystems.

Was ist Fieber?

Die normale Körpertemperatur liegt zwischen 36 bis 37°C. Die Wärme im Körperinnern wird vom Gehirn aus gesteuert- genauer gesagt vom Hypothalamus. Dieses Thermoregulationszentrum sorgt dafür, dass die Körpertemperatur stabil bleibt. Wenn sich der Körper gegen Krankheitserreger wehren möchte, so kann er die Körpertemperatur erhöhen und wir bekommen Fieber. Generell ist Fieber ist eine sinnvolle Schutzreaktion und hilft dem Körper die Krankheit zu überwinden.

Fieber: die häufigsten Ursachen

Fieber ist keine Krankheit, sondern das Begleitsymptom einer Krankheit. Fieber ist ein Hinweis darauf, dass sich der Körper in einem Abwehrprozess befindet. Beispielsweise gegen Viren, Bakterien und Pilze. Aber auch als Reaktion auf körpereigenen Substanzen, die z.B. bei einer Entzündung freigesetzt werden, erhöht das Thermoregulationszentrum im Gehirn die Körperkerntemperatur.

Eine erhöhte Körpertemperatur aktiviert das Immunsystem; die Abwehrzellen vermehren sich und werden mobiler. Zwischen 38.5 und 40°C läuft unser Immunsystem zu seiner Bestform auf. Fieber ist also einer der wichtigsten körpereigenen Abwehrmechanismen gegen krankmachende Keime.

Die Krankheitserreger selbst mögen keine erhöhten Temperaturen. Sie fühlen sich nur wohl bis 37°C. Fieber schwächt die Viren und Bakterien, sodass sie sich nicht mehr so gut vermehren können.

Da wir kaum hochwirksame Arzneimittel gegen Viren kennen und es immer mehr gegen Antibiotika resistente Bakterien gibt, ist Fieber eines der wichtigsten Massnahmen unseres Körpers um Viren, Bakterien und andere Krankheitskeime zu bekämpfen.

«Im Feuer des Fiebers verbrennen die Krankheitsgifte»

Friedemann Garvelmann

Fieber richtig messen

Es gibt verschiedene Körperstellen und Messinstrumente, um die Körpertemperatur festzustellen. Einfach und empfehlenswert ist die Messmethode im Ohr, welche ab Kleinkindesalter angewendet werden kann. Bei Säuglingen unter 12 Monaten wird im Po Fieber gemessen, da die anderen Methoden für Babys noch nicht geeignet sind. Je nach Messort variieren die Temperaturen um bis zu 0.4°C:

Tabelle Fieber

Entscheide dich für ein Messgerät und miss deine Körpertemperatur, wenn du gesund bist. Dann kannst du, wenn du dich nicht gut fühlst, beurteilen, ob du wirklich eine erhöhte Temperatur oder Fieber hast.

Die normale Körpertemperatur variiert von Mensch zu Mensch und ist abhängig von der Tageszeit, der körperlichen Aktivität und bei Frauen auch vom Zyklus.

Fieber senken oder nicht?

Ob Fieber gesenkt werden soll, hängt vom Stadium des Fieberschubes ab.

Stadium 1: Fieber steigt noch an, Hände und Füsse sind kalt

So lange die Körpertemperatur ansteigt, sollte das Fieber nicht gesenkt werden. Du erkennst ansteigendes Fieber an Symptomen wie Schüttelfrost hat (Bewegung hilft dem Körper die Temperatur zu erhöhen) oder an kalten Händen und Füssen.

Steigt die Temperatur im Körperinnern an nimmt die Durchblutung in den äusseren Bereichen (inkl. Hände und Füsse) ab. So sorgt unser Körper dafür, dass die Wärme im Blut und den Organen bleibt und nicht an die Umgebung abgegeben wird.

In dieser Phase schwitzt man noch nicht. Hier ist es wichtig, dass die kranke Person gut zugedeckt wird, damit der Prozess der Temperaturerhöhung weniger körpereigene Energie benötigt.

Stadium 2: Temperatur über 39 °, Hände und Füsse sind warm

Wenn Hände und Füsse warm sind und die fiebernde Person sich unwohl fühlt oder die Temperatur über 39°C steigt, kannst du mit einfachen Hausmitteln eine Fiebersenkung unterstützen.

Die dicke Decke darf weg, leichte Kleidung ist jetzt angenehmer und hilft, wenn man zu Schwitzen beginnt. Ein Essigwickel oder eine kalte Waschung kann die Temperatur innert Kürze um 0.5-1.°C senken.

Denk immer dran, Fieber ist eine sinnvolle und äusserst wirksame körperliche Abwehrreaktion:

  • Die Abwehrzellen vermehren und bewegen sich viel stärker bei erhöhter Körpertemperatur.
  • Bei den Viren und Bakterien passiert das Gegenteil, bei Temperaturen höher als 37°C vermindert sich deren Vermehrung und Aktivität.

Das Immunsystem läuft bei Fieber zu Bestform auf – Viren und Bakterien hingegen mögen erhöhte Temperaturen überhaupt nicht!

Wann Fieber mit Medikamenten senken nicht sinnvoll ist

Es macht keinen Sinn, bei Fieber sofort zu Schmerzstillern und Fiebersenkern wie z.B. Iburofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure zu greifen. Im Gegenteil, das Eingreifen kann den Körper sogar belasten.

Denn sobald die Wirkung der Arzneimittel nachlässt, erhöht der Körper die Temperatur wieder, um die pathogenen Keime, die ja immer noch da sind, zu bekämpfen. Dieser Vorgang braucht sehr viel Energie.

Wird das Fieber dauernd gesenkt, fehlt dem Körper die Kraft, um den Infekt selbst zu überwinden. Es kann sein, dass ein chronischer Krankheitsprozess daraus entsteht wie z.B. eine wochenlange Stirnhöhlenentzündung, eine Halsentzündung, die alle sechs Wochen wieder zum Ausbruch kommt, ein Husten, der chronisch wird.

Für die Linderung der Begleitsymptome von Fieber gibt es ein paar einfache Hausmittel, die an Stelle von Fiebersenkern zur Anwendung kommen.

Wann Fieber mit Medikamenten senken sinnvoll ist

Nicht immer gelingt es, das Fieber mit Hausmitteln in Schach zu halten.

In diesen Situationen ist es angezeigt, das Fieber mit Arzneimitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen zu senken:

  • Wenn das Fieber gegen 40°C steigt und sich mit Hausmitteln nicht senken lässt.
  • Wenn die fiebernde Person apathisch wirkt.
  • Wenn als Begleitsymptome starke Schmerzen wie z.B. Ohrenschmerzen auftreten.
  • Bei Kindern, die bereits einmal einen Fieberkrampf hatten – hier gilt es die ärztlichen Anweisungen zu berücksichtigen.

Was ein Fieberkrampf genau ist und wie du ihn erkennen kannst, erkläre ich dir weiter unten im Abschnitt «Fieber beim Kind».

Wieso sollte Fieber nur langsam gesenkt werden?

Wird Fieber schnell gesenkt, was meist bei der Gabe von schmerzstillenden Medikamenten passiert, wird der Körper nach Ablauf der Wirkung, die Temperatur schnell wieder ansteigen lassen.

Dieses Rauf und Runter auf der Fieberkurve ist für den Körper ein belastender Kraftakt und er wird bald müde davon. Am Schluss fehlt die Energie, um die Krankheit zu überwinden.

Mit 5 einfachen Hausmitteln kannst du das Fieber sanft senken und die Symptome lindern. Mehr dazu im Blogartikel "5 Hausmittel gegen Fieber".

Fieber - wann zum Arzt?

Bei folgenden Anzeichen ist der Arztbesuch empfohlen:

  • Wenn das Fieber hoch ist und sich mit Hausmitteln nicht senken lässt.
  • Wenn das Fieber länger als 3 Tage andauert.
  • Wenn die Person apathisch erscheint oder dehydriert ist.
  • Bei Nackensteife, wenn man das Kinn nicht mehr Richtung Brust drücken kann.
  • Bei Risikopatienten z.B. mit Herzinsuffizienz
  • Bei Fieberkrämpfen von Kleinkindern
  • Säuglinge unter 3 Monaten

Fieber tritt als Symptom nicht nur bei Infekten auf, sondern es kann auch eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken. Deshalb ist es wichtig, dass man sofort zum Arzt geht, wenn sich der Allgemeinzustand der fiebernden Person schnell verschlechtert.

Und verlass dich auf dein Gefühl! Wenn du für dich oder dein Kind ein ungutes Gefühl hast, dann vertrau darauf und geht zum Arzt.

Fieber bei Babys

Bei Säuglingen in den ersten Lebenswochen kann eine Erkrankung schnell dramatisch werden. Normalerweise sind Babys über die Antikörper in der Muttermilch gut vor Infekten geschützt. Da ihr eigenes Immunsystem noch wenig entwickelt ist, können sie aber noch nicht richtig mit Fieber auf Krankheitserreger reagieren.

Deshalb ist es wichtig, dass man mit Säuglingen im Alter von 0-3 Monate bei einer Körpertemperatur ab 38°C den Kinderarzt oder die Notfallstation aufsucht.

H3 Fieber beim Baby senken mit der Haut-zu-Haut Methode

Eine effektive Methode, mit der du bei deinem Baby das Fieber senken kannst, ist die Haut-zu-Haut Methode. Das Baby wird ohne Kleidung auf den nackten Oberkörper der Mama gelegt, danach mit einem leichten Tuch zugedeckt.

Die Körpertemperatur kommt meist rasch um ein halbes bis ein ganzes Grad runter. Das Baby wird ruhig und schläft wahrscheinlich bald ein. Statt im Liegen funktioniert das auch im Tragetuch. Wichtig ist auch hier, dass der Oberkörper von Baby und Mutter nackt sind, denn die Methode wirkt über den direkten Körperkontakt.

Fieber bei Babys: Vorsicht vor Flüssigkeitsverlust

Ist dein Baby krank und will nicht mehr trinken, besteht schnell die Gefahr, dass es zu einen Flüssigkeitsmangel im Körper kommt.

Achte bei Fieber immer darauf, dass der Säugling trinkt. Biete die Brust häufiger an als sonst. Sobald die Windel länger als 4 Stunden trocken bleibt, solltest du den Arzt aufsuchen.

Gegen einen drohenden Flüssigkeitsverlust hilft ein Einlauf. Die Schleimhaut des Enddarms kann Wasser gut resorbieren. Wende diese Methode nur an, wenn du dir im Umgang damit sicher bist und die nötigen Utensilien wie z.B. eine Birnenspritze zur Verfügung hast.

Fieber bei Kindern

Kinder können schnell Fieber entwickeln – kein Wunder, machen sie doch vor allem im Kleinkindalter sehr viele Infekte durch, welche ihr Immunsystem «trainieren».

Wichtig ist es, dein Kind bei Krankheit und bei Fieber gut zu beobachten und zu begleiten. Dein Kinder braucht in dieser Phase deine volle Aufmerksamkeit.

Kinder machen schnell Fieber, sie sprechen aber auch sehr gut auf die Hausmittel-Liste (siehe weiter unten) an. Mit einer lauwarmen Waschung oder einem Waden-/Essigwickel kann man die Körpertemperatur von Kindern gut und auch sehr schnell beeinflussen.

Fieber bei Kindern – Ablenkung unerwünscht

Ohne jetzt den Moralapostel zu spielen – aber ja, es ist erwiesen, dass auch bei Kindern Ruhe und Schlaf zu einer guten Genesung beitragen. Dein Kind braucht jetzt keine Ablenkung. Im Gegenteil: Elektronische Geräte wie TV, Handy, Spielkonsolen führen zu Reizüberflutung und gehören nicht ans Krankenbett. Die Berieselung mit Elektronischen Geräten verbraucht die körperliche Energie, welche nötig für die Genesung wäre.

Ursachen von Fieber bei gesundem Kind

Es kommt vor, dass sich die Körpertemperatur bei Kindern erhöht, ohne dass sie einen Infekt oder eine Entzündung durchlaufen.

Gründe können sein:

  • Das Kind ist zu warm angezogen
  • Das Kind war körperlich sehr aktiv
  • Das Kind ist emotional gefordert, beispielsweise wenn ein aufregendes Ereignis ansteht (Lampenfieber vor einem Auftritt, vor dem Geburtstag oder auch klassisch vor der Abreise in die Ferien).

All dies ist kein Grund zur Panik. Häufig hilft, leichte Kleidung, etwas Ruhe und eine gute Vorbereitung auf das, was das Kind erwartet. Die Temperatur wird sich bald wieder regulieren.

Achtung bei Fieber nachdem ein Kind gestürzt ist

Falls bei einem Kind nach einem Sturz auf den Kopf Fieber auftritt, so ist das ein Notfall! Da gehst du mit deinem Kind direkt zum Arzt! Fieber kann nebst Benommenheit, Kopfschmerzen oder Übelkeit ein Hinweis auf eine Gehirnerschütterung sein.

Kann mein Kind mit Fieber in den Kindergarten oder in die Schule?

Ein klares nein! Ein Kind mit Fieber gehört ins Bett – es braucht Ruhe und Zuwendung, um wieder gesund zu werden.

Bei Kindern kann das Fieber so schnell wie es gekommen ist, auch wieder verschwinden. Das Kind beginnt wieder zu spielen und scheint fit zu sein. Denke daran, die Überwindung eines Infektes verlangt vom Körper viel ab. Es braucht Zeit, bis er wieder bei Kräften ist – auch wenn das Kind munter erscheint, wird es doch sehr schnell ermüden.

Bei Fieber beim Kind gilt die Regel: Ein Kind muss 24 Stunden fieberfrei sein, bevor es wieder in die Schule gehen darf. Dasselbe gilt für die Kita und den Kindergarten.

Fieberkrampf bei Kindern – was tun?

Es gibt Kinder, die eine Neigung zu Fieberkrämpfen haben. Ein Fieberkrampf tritt häufig dann auf, wenn das Fieber sehr schnell steigt oder sinkt.

Ein Fieberkrampf kann auch als Folge von fiebersenkenden Arzneimitteln auftreten (Fieber sinkt schnell nach einer Gabe und steigt auch wieder schnell, wenn die Wirkung nachlässt).

Während einem Fieberkrampf ist das Kind nicht ansprechbar, der Blick geht ins Leere und es verdreht die Augen. Die Lippen können sich bläulich verfärben. Häufig kommt es zu krampfartigen Muskelzuckungen vor allem an Armen und Beinen. In Ausnahmefällen kann der Fieberkrampf auch ohne die typisch krampfenden Symptome ablaufen – dann liegt das Kind teilnahmslos da und verdreht die Augen.

Wenn erstmals ein Fieberkrampf auftritt, rufst du einen Arzt oder die Ambulanz, vor allem, wenn er mehr als 8-10 Minuten dauert. Danach wird der Kinderarzt Medikamente anordnen, die du bei einem weiteren Krampf geben kannst.

Fieberkrämpfe treten meist im Alter von 6 Monaten bis etwa 5 Jahre auf.

Wichtig zu wissen: Fieberkrämpfe sehen sehr dramatisch aus, in den meisten Fällen sind keine Spätfolgen für das Kind zu erwarten.

Fieber bei Erwachsenen

Die Regeln bei Erwachsenensind nicht anders als bei Kindern. Fieber tritt im Erwachsenenalter viel seltener auf und wir sind es uns nicht mehr gewohnt, krank zu sein.

Auch für Erwachsene gilt bei Fieber; ab ins Bett, gönn dir Ruhe und kuriere die Krankheit richtig aus. Wie du mit fünf Hausmitteln das Fieber lindern kannst

Fieber, das Wichtigste in Kürze

Ist Fieber gefährlich?

Nein, bis auf ein paar Ausnahmen muss man sich davor nicht fürchten.

Was du über Fieber wissen solltest:

  • Fieber ist eine sehr sinnvolle Reaktion des Körpers zur Bekämpfung von pathogenen Keimen. In der klassischen Schulmedizin gibt es kaum Mittel, die gut wirksam gegen Viren sind. Mit Hitze kann man sie jedoch gut bekämpfen: die erhöhte Körpertemperatur kurbelt die Abwehrkraft des Immunsystems an und gleichzeitig wird die Aktivität der Keime wie Viren oder Bakterien durch die Wärme gehemmt.
  • Fieber unterstützt den Körper in der vollständigen Überwindung der Krankheit – so kann in vielen Fällen verhindert werden, dass die Krankheit «verschleppt» und in einem mühsamen chronischen Verlauf endet.

Bist du noch unsicher, wenn das Fieber bei dir oder bei deinen Kindern ansteigt? Möchtest du gut vorbereitet sein, wenn ein sich das nächste Mal ein Virus bei euch einschleicht? Ich berate dich gerne, du kannst hier einen Termin buchen.

Auch im Akutfall kannst du mich kontaktieren; Termine per Zoom sind im Krankheitsfalle ebenfalls möglich.

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5 Hausmittel gegen Fieber https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/5-hausmittel-gegen-fieber/ https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/5-hausmittel-gegen-fieber/#comments Thu, 09 Feb 2023 16:35:00 +0000 https://www.naturheilpraxis-heitz.ch/blog/5-hausmittel-gegen-fieber/ Weiterlesen

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Bist du vorbereitet für den nächsten Infekt bei dir oder deiner Familie? Wer denkt in gesunden Zeiten schon ans Kranksein? Bei Fieber und Erkältungen gibt es ein paar einfache Regeln zu befolgen und mit den folgenden Hausmitteln können die Symptome gut und schnell gelindert werden.

1. Bettruhe

Das Mittel gegen Fieber Nummer eins ist Bettruhe! Was einfach tönt ist manchmal doch so schwierig umzusetzen… wir sind getrieben von unseren Pflichten und krank sein passt einfach nicht in unser Programm.

Eine kleine Erinnerung: Der Körper leistet bei Fieber Schwerarbeit bei der Abwehr eines Infektes. Je mehr Ruhe und Schlaf wir in dieser Phase bekommen, desto mehr Energie hat der Körper für eine aktive Abwehrreaktion. Solange das Fieber steigt, warm anziehen, gut zudecken und Bettflasche auf den Bauch oder an die Füsse.

2. Genügend Trinken

Genügend Flüssigkeit ist bei Fieber sehr wichtig! Zum täglichen Flüssigkeitsbedarf von 1.5 lt. benötigen wir zusätzlich 1-2 Liter Flüssigkeit, um die höheren Verluste durch Schwitzen zu kompensieren.

Am besten geeignet bei Fieber ist warmes Wasser und ungesüsster Tee. Wenn Kinder zu wenig trinken, darf man auch mal mit Sirup die Lust auf das Trinken unterstützen.

Wichtig, keine kalten Getränke einnehmen – der Körper braucht zu viel Energie, um diese auf Körpertemperatur zu erwärmen. Energie die er in diesem Moment für das Immunsystem benötigt.

Meistens hat man während der Krankheitsphase wenig Appetit. Auch dies ist eine sinnvolle Reaktion des Körpers. Er hat in dieser Phase nicht genügend Kraft, um schwere Mahlzeiten zu verdauen. Deshalb soll man sich auf’s Trinken und auf leichte Speisen wie Bouillon und Zwieback beschränken.

3. Schweisstreibende Tees

Heilpflanzentee’s mit schweisstreibenden Eigenschaften helfen dem Körper bei Fieber über das Schwitzen Wärme abzugeben und das Fieber langsam zu senken.

Die bekanntesten diaphoretischen (schweisstreibenden) Pflanzen in unserer Umgebung sind Holunderblüten- und Lindenblütetee. Das getrocknete Kraut mit heissem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen und warm trinken. Bei Bedarf kann man den Tee mit wenig Honig süssen.


4. Wadenwickel und Waschungen

Du kennst sicher Essigsocken oder Essigwickel als Hausmittel gegen Fieber – falls du den Geruch magst, dann gib dem Wasser für den Wadenwickel gerne einen Schuss Essig bei. Statt Essig kannst du auch Zitrone oder einfach pures Wasser verwenden.

Folgende Punkte sollst Du bei Essigsocken oder Essigwickel bei Fieber beachten:

  • Essigwickel- oder Wadenwickel dürfen nur bei warmen Händen und Füssen angewendet werden.
  • Das Wasser darf nicht kalt sein! Die Temperatur soll 1-2 Grad unter der aktuellen Körpertemperatur liegen.
  • Tauche ein Tuch ins Wasser, ringe es aus und lege es um die Waden. Danach kommt ein trockenes Handtuch rund herum. Wenn Du ein Wolltuch oder Wollsocken hast, kommen die noch als 3. Schicht dazu. Wichtig ist, dass der Körper und die Füsse während dem Wickel warmgehalten werden.
  • Lass den Wickel 10-15 Minuten einwirken, danach wird das nasse Innentuch gewechselt und der Wickel neu angelegt. Die Prozedur kann 3-4x wiederholt werden. Überprüfe den Verlauf des Fiebers – die Temperatur sollte 0.5-1°C sinken, bevor du den Wickel beendest.

Tipp: Ein Pulswickel um die Unterarme funktioniert genau so gut wie ein Wadenwickel. Wer keine Zeit für den Wickel hat oder wenn es mitten in der Nacht ist, so kann auch eine Waschung mit temperiertem Wasser helfen. Manchmal reicht schon Stirne und Ellenbogenbeuge, manchmal ist es angenehm, den ganzen Oberkörper zu waschen.

5. Naturheilkundliche Mittel

In der Naturheilkunde stehen uns wunderbare pflanzliche oder homöopathische Mittel zur Verfügung, die uns helfen, das Immunsystem anzukurbeln und bei Bedarf das Fieber langsam zu senken. Funktioniert das auch? Und ob!

Wenn wir das richtige naturheilkundliche Mittel einsetzen, werden die Begleitbeschwerden eines Infektes schnell gelindert und der Körper kann die Krankheit vollständig überwinden. Die Liste der Mittel ist lang.

Am besten lässt du dich in einer Drogerie oder Apotheke beraten oder stellst dir mit Hilfe eines Naturheilpraktikers deine persönliche Hausapotheke mit Naturheilmitteln zusammen.

Meine persönlichen Favoriten will ich dir aber nicht vorenthalten:

  • Bei ersten Anzeichen von Erkältung: Ingwer Tee, Echinacea Tropfen, Vitamin C, Zink, Gemmo Ribes nigrum
  • Bei Husten: Hedera comp. von Ceres, Kartoffelwickel
  • Bei Erkältung und Schnupfen: eine geschnittene Zwiebel im Schlafzimmer hinstellen, eine Erkältungssalbe für die Brust und den Rücken, z.B. Wala Plantago Bronchialbalsam, Nase mit Salzlösung spülen, mit Holunderblüten (Sambucus nigra) inhalieren oder die Tropfen einnehmen
  • Bei Halsschmerzen: Gemmo Ribes nigrum, Spagyrom Halstabletten, Zitronenwickel
  • Die wichtigsten homöopathischen Mittel bei Fieber: Aconitum, Belladonna, Ferrum phosphoricum – hier musst du aber Kenntnis haben, wann welches Mittel einzusetzen ist. Falls du dieses Wissen (noch) nicht hast, empfehle ich Weleda Infludoron oder Viburcol Tropfen für die Hausapotheke
  • Waden- oder Pulswickel bei Fieber
  • Zwiebelwickel bei Ohrenschmerzen

Hausmittel gegen Fieber – das Wichtigste in Kürze

Fieber ist eine sinnvolle Reaktion des Körpers um das Abwehrsystem anzuregen. Die erhöhte Körpertemperatur aktiviert das Immunsystem, die Abwehrzellen vermehren sich schneller und werden mobiler.

Anders siehts bei den Krankheitserregern wie Viren oder Bakterien aus, sie mögen die hohen Temperaturen gar nicht. Ab 37°C Körpertemperatur wird ihre Aktivität gehemmt.

Wenn immer möglich sollte auf ein schnelles Senken des Fiebers mit Hilfe von Schmerz- und Fiebermitteln welche Ibuprofen, Paracetamol oder andere chemische Substanzen enthalten verzichtet werden – denn wie erwähnt, der Körper macht Fieber zur Überwindung der Krankheit. Beim schnellen Senken des Fiebers braucht er danach wieder viel Energie, um die Temperatur zu erhöhen - Energie die ihm fehlt, um den Infekt selber zu bekämpfen.

Die fünf empfohlenen Hausmittel unterstützen den Körper beim Heilungsprozess und lindern die Begleitsymptome des Fiebers ohne eine schnelle Temperatursenkung zu bewirken. Sie sind genau so für Kinder wie für Erwachsene geeignet.

Hast Du noch Fragen, wie du die Hausmittel einsetzen kannst? Oder fühlst du dich unsicher, wenn du oder ein Familienmitglied krank wird? Gerne unterstütze ich dich auf deinem Weg mit naturheilkundlichen Methoden und Mitteln. Buche jetzt einen Termin in meiner Praxis.

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